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Badmagazin 2012

BADmagazin 2013 | 21 Badplaner des Jahres „Wie schau’ ich aus?“ In der Selbstbetrachtung kann nur ein Spiegel Auskunft geben. Klare Augenblicke Folgerichtig ist der große Wandspiegel der heimliche Akteur in dieser unge- mein meditativen Badkomposition. Den Grundton gibt der erdfarbene Fußbo- den aus Naturholz an, der den Besucher dieses Kleinbades gleichsam erdet, ihm einen Standort verleiht. Die Gestalterin hat ganz bewusst auf jede weitere Far- bigkeit verzichtet und auf eine durch- gehend weiße Ausführung der Wände, Decke, Sanitärobjekte gesetzt. Dadurch – und durch den Spiegeleffekt, der zudem die Lichtwirkung vervielfacht – wird der Raum weit, ja tritt fast völlig zurück und rückt den Badnutzer noch ­prägnanter ins Zentrum des Geschehens. Er oder Sie in die Chance der Selbstbegegnung gestellt, vor dem großen Spiegel: „Wen sehe ich, wenn ich mich anschaue?“ Eine philosophische Frage? Ist die Per- son vor dem Spiegel identisch mit der im Spiegel? Es gehört zur Eigenschaft des Menschen, dass er sich selbst nicht unmittelbar in die Augen schauen kann. Das gelingt nur mittelbar. Im Spiegel. Auf unsere Bewegungsmöglichkeiten hat der Spiegel keinen Einfluss. Aber vielleicht auf unsere Stimmung: Lächeln Sie Ihr Spiegelbild einmal an, es kann an- steckend wirken … DIE BADGESTALTER, Ina Säuberlich, 01259 Dresden www.die-badgestalter.com 2012

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