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Badmagazin 2012

BADmagazin 2013 | 57 Modernes Loft-Konzept sprengt Konventionen. Kochen, baden, schlafen, träumen Die Aussicht ist grandios, und die Raum- vision so gigantisch wie der Wolken- kratzer, in dem sich diese extravagante Loftwohnung befindet: ein Raum für hundert Lebensmöglichkeiten. Genau das hatte sich der Industriedesigner vor- gestellt, der sich als bekennender Single einen Wunschtraum erfüllte. Er wollte weg von der klassischen „Container“- Architektur, die zunächst in Funktions- räumen (Küche, Bad, Schlafzimmer, Wohnzimmer, …) denkt und diese, mit Fenstern und Türen versehen, irgendwie in eine stimmige Ordnung bringt. Die Methode des „open space“ (englisch für offener, weiter Raum), die beruflich seine Arbeitsweise in Projektteams be- stimmt, sollte sich auch in der Architek- tur wiederfinden. Also keine separaten Räume, Türen, nichts Trennendes, son- dern Öffnung hin nach allen Seiten. Die großen Fensterflächen erfüllten bereits diesen Öffnungswunsch. Sie geben über den breiten Balkon hinaus den Blick frei ins Weite. Wer zum ersten Mal diesen großen Raum betritt – Blick aus Richtung des Schlaf­bereichs – mag zu- nächst ein wenig irritiert sein von dem ungewöhnlichen Küche/Bad-Ensemble, das beim zweiten Blick durch die for- male Strenge und Konsequenz jedoch faszinieren kann. Die einzige technische Bedingung für die gefundene Lösung war die Wand in der Mitte; dort be- findet sich die Wasserinstallation, die Küche und Bad mit dem notwendigen Lebenselixier versorgt. Gestalterisch ist eine gewisse Gleich­ förmigkeit beabsichtigt: Der Kochinsel mit dem markanten Dunst­abzug ent- spricht die theatralisch auf einem Sockel aufruhende Wanne mit von der Decke hängendem Lichtboard. Da der Loftbe- sitzer das schnelle Großstadtleben liebt, gerne Gäste einlädt, doch auch den Rückzug sucht, hat er sich eine Welt ge- schaffen, in der Kommunikation und In- timität gleichermaßen ihren Ort haben.­ Um ein Bad in seiner Grundidee er- fassen zu können, muss man die Ge- schichte dahinter kennen bzw. den Menschen, die Personen, die dort leben. Das Resultat der Planung mag die einen begeistern, andere befremden, entscheidend ist, was der/die Nutzer damit verbinden. Für sie ist es genau das Richtige! Die- se Betrachtungsweise gilt auch für alle anderen Privatbäder in diesem Maga- zin. Dabei haben wir respektiert, dass nicht jeder Badbesitzer seine Identität preisgeben wollte. Die Geschichten der Bäder und die Namen der Badbesitzer sind daher verfremdet, orientieren sich jedoch an der Gestaltungsidee, die Aus- gangspunkt der jeweiligen Planung ge- wesen ist. Zumal: Phantasie tut jedem Bad gut! Badstory 9 Ort: Frankfurt Küche: Nolff Möbelwerke GmbH & Co. KG Bad: Repabad GmbH

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